
Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen im Sport und im Alltag wurde ich mit 25 Jahren selbständig und gründete ein paar Jahre später die Firma Surfline. Gleich zu Beginn stellt ich mir die Bedingung, dass ich diesen Weg nur gehen werde, wenn es mir möglich ist, nebst der Arbeit meine persönlichen Projekte zu erfüllen.
Ich stelle mir nicht die Frage ob ich lebe um zu arbeiten, oder arbeite um zu leben. Ich versuche mein Leben zu erleben. Als eigener Chef liegt es in meiner Hand die richtigen Entscheidungen zu treffen, um meinen inneren Überzeugungen zu folgen.
Meine innere Überzeugung ist es, dass mich all diese grossen und kleinen Herausforderungen im Leben weiter bringen. Sie lassen mich spüren wozu ich fähig bin, wenn ich aus dem alltäglichen Rhythmus ausbreche und in neue Welten hinaus schreite. Ich habe keine Lust, Wege zu gehen, von denen ich im Vornherein weiss, dass sie problemlos möglich sind. Eine Reise, ein Traum oder ein Abenteuer soll niemals die Ungewissheit verlieren und immer die Chance bewahren, etwas scheinbar Unmögliches möglich zu machen. Dieses Streben neue Wege zu gehen, Horizonte zu erweitern und niemals stillzustehen, hat für mich etwas Vollkommenes.
LEBENEs steckten einmal zwei Samen nebeneinander im Boden. Der erste Samen sprach:
"Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde senden, und ich will als kleines Pflänzchen die Erdkruste durchbrechen, um dann kräftig zu wachsen. Ich will meine Blätter entfalten und mit ihnen die Ankunft des Frühlings feiern. Ich will die Sonne spüren, mich von Wind hin- und herwehen lassen und den Morgentau auf mir spüren. Ich will leben!" Und so wuchs der Samen zu einer kräftigen Pflanze heran.
Der zweite Samen sprach:
"Ich fürchte mich. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden sende, weiss ich nicht, was mich dort in der Tiefe erwartet. Ich befürchte, dass es mir wehtut, oder dass mein Stamm Schaden nehmen könnte, wenn ich versuche, die Erdkruste zu durchbrechen. Ich weiss auch nicht, was dort oben über der Erde auf mich lauert. Es kann so viel geschehen, wenn ich wachse. Nein, ich bleibe lieber hier in Sicherheit und warte, bis es sicher ist." Und so verblieb der Samen in der Erde und wartete.
Eines Morgens kam eine Henne vorbei. Sie scharrte mit ihren scharfen Krallen nach etwas Essbaren im Boden. Nach einer Weile fand sie den wartenden Samen im Boden und frass ihn auf.